

Neue Arbeiten
Ancient Times
Ein Paradigmenwechsel
Ancient Times
„Ancient Times“ verdichtet ikonische Bildwelten der amerikanischen Identität zu einer visuell übersteuerten Collage, in der Vergangenheit und Gegenwart unauflöslich ineinanderfließen.
Werbeästhetik, nationale Symbolik und politische Chiffren treten in einen Spannungsraum, der weniger erzählt als offenlegt.
Die Figur der Justitia erscheint entleert und verschoben: Ihre Waage hat ihre Balance verloren, ihr Maßstab ist nicht mehr Gerechtigkeit, sondern ökonomische Gewichtung. Doch das Gold, das die eine Seite füllt, wirkt paradox leicht – ein Hinweis auf die Fragilität jener Werte, die es repräsentiert.
Im Zentrum steht der Elefant von Thomas Nast als republikanisches Emblem, monumental und zugleich instabil. Er wird nicht als klares Zeichen gelesen, sondern als überlagerte Projektionsfläche – ein Körper, der Bedeutung trägt und gleichzeitig an ihr zerbricht.
Die im Hintergrund aufgelösten Stars and Stripes verweisen auf eine kollektive Erinnerung, deren Konturen zunehmend verschwimmen. Tropfende Farbschichten und harte Kontraste erzeugen eine Ästhetik des Zerfalls, in der sich Bild und Bedeutung gleichermaßen verflüssigen.
Der goldene Rahmen setzt einen bewusst irritierenden Kontrapunkt: Er behauptet Wert und Ordnung, wo längst Ambivalenz und Verschiebung dominieren.
„Ancient Times“ ist keine nostalgische Rückschau, sondern eine kritische Überlagerung von Symbolen – ein Bild, das den Zustand einer Idee sichtbar macht, die sich im Übergang befindet
Take Me Away
„Take me away“ ist ein visuelles Rauschen aus Farbe, Schrift und Emotion.
Die überlagerten Worte wirken wie Gedankenfetzen – spontan, roh und ungefiltert. Leuchtende Farben prallen aufeinander, verlaufen, tropfen, verschwimmen. Dahinter scheinen Formen auf, die nie ganz greifbar werden.
Das Bild zieht den Betrachter in einen inneren Monolog, in ein Spannungsfeld zwischen Sehnsucht, Überforderung und dem Wunsch nach Ausbruch.
Take Me Away - 120x160cm - Acryl auf Leinwand


